Moineau - Wo keine Träne fällt

from by Rites Ov Summer (Compilation)

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lyrics

Untröstlichkeiten - in Sagen,
frühmenschlich strophischer Schau
hört man von Geistern, die tragen
den Mond, die Matte, den Tau,
in Felsen legen sie Teiche,
auf Schlünde Palmen und Wein
und hüllen in Zauberreiche die trauernden Völker ein.

Untröstlichkeiten - beschwören
mit Tanz und Maskenschar,
Trommeln und Rindenröhren
und die Fichte im Haar -
beschwören die Stämme, die Rassen
Dauer des süßen Scheins
und erhoffen Erlassen
der Gesetze des Seins.

Doch da an einer Warte
von Zucht und Ahnen alt
lehnt eine flügelharte
unsägliche Gestalt,
ihr Blick, der Licht und Sterne
und Buch und Zirkel hält,
der sieht in eine Ferne,
wo keine Träne fällt.

Das ist die letzte Sphäre,
ein Hoch- und Hafenland,
da wächst die schwerste Ähre
von jeder Glut gebrannt,
sie wächst nicht, um zu leben,
so singt der Ährenwind,
sie wächst sich zu ergeben,
wenn es der Genius sinnt:

Unsterblichkeit.

credits

from Rites Ov Summer, released August 18, 2013
Words: Gottfried Benn
Music: Benjamin Sperling
Sample: Edward Alexander Crowley

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tags: folk

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